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Baader muss singen

Baader muss singen

30.09.2007

Harald Schmidt hat 30 Jahre gebraucht, um dort anzukommen, wo er wirklich hinwollte. Ein Gespräch über die Umwege des Lebens und das Glück des Theaters.

Auf die Frage, wie es war in den RAF-Jahren Schauspielschüler zu sein, antwortet Schmidt:

"Auf der Schauspielschule konnte man sich nicht leisten, nur in Abstufung Sympathisant zu sein. Das galt als bürgerlich. Man musste sagen: Die Mittel der RAF sind ein bisschen unschön, aber: tolle Ziele.
[...] es war mir eigentlich vollkommen wurscht, ich wollte Schauspieler des Jahres werden in Theater heute. Dieses ganze Politgeschwurbel hab ich nur mitgemacht. Ich habe Nestroy-Couplets einstudiert, die anderen haben alle Hamletmaschine geprobt… ich konnte mich allerdings nur bis zu einem gewissen Grad verstellen, das liegt wahrscheinlich in meiner DNA. Ich wurde als oberflächlich gesehen, als einer, der ins Showgeschäft will. Das war ein tierischer Kontrast. Die Schüler nebenan probten Heiner Müller: (röchelnd) »Mutter, Fotze…« während ich mit dem Strohhut auf dem Kopf zu steppen versuchte.

Lesen Sie das ganze Interview "Hat sich alles nicht gelohnt" in der Online-Ausgabe der Zeit

              

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